Der erste Schritt ist getan, der erste Bauabschnitt vollendet - das ehemalige Volksparkstadion erstrahlt als Teil des neuen Klimaparks in neuem Glanz. Gemeinsam mit der Politik, Planern, Baufirmen, Vertretern der IGA GmbH sowie Bürgerinnen und Bürgern hat jetzt Bürgermeister Thomas Terhorst diesen Bereich für die Öffentlichkeit freigegeben.
Erster Teil des neuen Klimaparks kann nach Umbau erkundet werden
Der erste Schritt ist getan, der erste Bauabschnitt vollendet - das ehemalige Volksparkstadion erstrahlt als Teil des neuen Klimaparks in neuem Glanz. Gemeinsam mit der Politik, Planern, Baufirmen, Vertretern der IGA GmbH sowie Bürgerinnen und Bürgern hat jetzt Bürgermeister Thomas Terhorst diesen Bereich für die Öffentlichkeit freigegeben. „Mit der Freigabe des neu gestalteten Parkabschnitts ist im Volkspark ein wichtiger Meilenstein erreicht“, freut sich Thomas Terhorst.
Während nun die ersten Bereiche für die Öffentlichkeit zugänglich sind, beginnen parallel die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt. Ziel ist es, den traditionsreichen Park zu einem modernen hybriden Klimapark weiterzuentwickeln und im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung (IGA Metropole Ruhr 2027) zu einem Ankerpunkt im nördlichen Ruhrgebiet zu werden. Im Herbst dieses Jahres sollen laut Christian Loderer, Geschäftsführer des Planungsbüros „plancontext“ die Arbeiten abgeschlossen sein.
Die Neugestaltung ist Teil des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts 2030+ und zugleich ein Projekt im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027. Gefördert wird das Vorhaben aus dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel“. Insgesamt stehen rund 4,9 Millionen Euro für die Sanierung und Aufwertung des Parks zur Verfügung – davon 4,41 Millionen Euro aus Bundesmitteln sowie 500.000 Euro aus dem städtischen Haushalt. Nach Angaben der Stadt liegt das Projekt derzeit sowohl im Zeit- als auch im Kostenrahmen.
„Mit der Öffnung des ersten neu gestalteten Parkbereichs wird sichtbar, wie sich der Volkspark Schritt für Schritt zu einem zukunftsfähigen Klimapark entwickelt. Wir schaffen hier nicht nur attraktive Aufenthaltsflächen für die Menschen, sondern stärken gleichzeitig Natur, Biodiversität und Klimaanpassung in unserer Stadt“, betont Bürgermeister Thomas Terhorst die Bedeutung der Maßnahme für Marl.
Im nördlichen Zentrum des Volksparks Marl eröffnet die große Skulptur Die Linien eine neue Erfahrung von Raum. Die Skulptur wurde in den 1970er Jahren von Erich Reusch geschaffen. Sie greift in die Umgebung ein, gestaltet den Raum und lenkt den Blick, sodass der Volkspark selbst neu wahrgenommen wird. Zugleich gewinnt die Arbeit im Kontext der neuen Umgestaltung des Parks im Rahmen der Internationalen Gartenausstellung 2027 eine sinnbildliche Dimension und hat als Kunstwerk internationale Bedeutung.
Um den Baufortschritt zu beschleunigen, wurde das Gesamtprojekt in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Für die Arbeiten im Bereich des ehemaligen Stadions wurden unter anderem die Tribünen zurückgebaut und das Material teilweise wiederverwendet. Rund 3.500 Kubikmeter Unterbau wurden für die Geländemodellierung eingebracht. Aufgrund instabiler Bodenhorizonte war zudem eine aufwendige Bodensanierung notwendig: In die frühere Sportanlage wurden bis zu einem Meter starke Schichten aus grobem Schotter eingebaut, um dauerhaft stabile Grundlagen zu schaffen.
Auch die Wege im neuen Parkbereich sind angelegt – überwiegend in wassergebundener Bauweise. Natursteinpflaster prägt das sogenannte Möblierungsband, das künftig Aufenthalts- und Sitzbereiche verbindet. Versickerungsmulden sorgen dafür, dass ein Großteil des Niederschlagswassers direkt vor Ort aufgenommen wird. Ergänzt wird die Gestaltung durch neue Wildblumen- und Feuchtwiesen sowie insgesamt 60 neu gepflanzte Bäume, darunter Schwarz-Erlen, Hainbuchen, Walnussbäume, Traubeneichen und Silberweiden. Und auch sportlich kann man sich im neuen Klima ausprobieren. Ein kleiner Fitnessbereich, auch für Rollstuhlfahrer, steht genauso zur Verfütgung wie eine Basketballfläche und andere Geräte.
Mit dem zweiten Bauabschnitt, der bereits begonnen hat, wird der restliche Volkspark weiterentwickelt. Geplant sind unter anderem die Überarbeitung der Waldflächen, der Neubau von sechs Brücken – für einen Kostenreduzierung teilweise auf bestehenden Fundamenten, eine große neue Spielplatzlandschaft sowie die Instandsetzung des bestehenden Wegenetzes mit einem beleuchteten Ringweg außen herum. Auch der zentrale Platz des Parks wird neu gestaltet. Der nördliche Waldbereich hingegen wird vollständig der Natur zurückgegeben. Die dort vorhandenen Wege werden zurückgebaut. Dieser Bereich soll sich selbst überlassen werden, um eine natürliche Entwicklung zu ermöglichen.
Mit der schrittweisen Umgestaltung entsteht in Alt-Marl ein moderner Grünraum, der Freizeit, Naturerlebnis und Klimaanpassung miteinander verbindet – und damit ein wichtiger Baustein für die Stadtentwicklung der kommenden Jahre.
Daten und Fakten:
Die Planung des Projekts liegt bei der „plancontext GmbH“, die Bauüberwachung übernimmt „die 3 Landschaftsarchitektur“. Die Bauarbeiten im ersten Abschnitt wurden von der Boymann Garten- und Landschaftsbau GmbH & Co. KG aus Dortmund ausgeführt. Das Stadion war früher Spielstätte der Fußballer der Spvgg. Marl.