Sechster Marler Friedenspfahl am Gymnasium im Loekamp (GiL) enthüllt
Die Stadt Marl hat einen weiteren Friedenspfahl: Das neue Monument steht am Gymnasium im Loekamp (GiL). Bürgermeister Thomas Terhorst enthüllte den Friedenspfahl am Montag mit Schülerinnen und Schülern, Lehrerkollegium und Gästen auf dem Schulhof. Gemeinsam setzten sie ein sichtbares Zeichen für Frieden, Solidarität und Respekt.
“Möge Friede auf Erden sein”
Den musikalischen Auftakt gestaltete das Ensemble „Voices on Fire“ mit dem Lied „Ein bisschen Frieden“, ehe Schulleiter Marc Brode die Anwesenden begrüßte. In seiner Rede betonte Bürgermeister Thomas Terhorst mit den Worten des Dalai Lama, dass Respekt vor dem Anderssein und vor der Vielfalt des Lebens eine Grundvoraussetzung für den Frieden sei. „Der Frieden ist zweifellos eines der kostbarsten Güter, die wir in unserer Welt haben. Er ist die Grundlage für ein harmonisches Miteinander, für Wohlstand und für das Glück jedes Einzelnen“, so Terhorst. „Ich danke den Schülern und Lehrern für ihr wertvolles Engagement.“
Mit dem sechsten Pfahl greift Marl einmal mehr die weltweite Initiative des japanischen Philosophen Masahisa Goi auf. Bislang stehen Marler Friedenspfähle vor dem Stadthaus, an der insel-VHS, im Park der Paracelsus-Klinik, am Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasium sowie am Chemiepark – allesamt Orte der friedlichen Begegnung. Am GiL ist die zentrale Mahnung „Möge Friede auf Erden sein“ nun in acht Sprachen verewigt: Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch, Ukrainisch, Türkisch, Polnisch und Serbisch. Sie repräsentieren die am häufigsten gesprochenen Sprachen innerhalb der Schülerschaft.
Friedensbotschaft
Während der Enthüllung spielten Stefan Vogt, Nico Kaufhold und Benedikt Berghoff John Lennons „Give Peace a Chance“. Anschließend trugen Schüler den Leitspruch in den acht Sprachen vor und ergänzten jeweils persönliche Gedanken zum Satz „Frieden bedeutet für mich…“. Der Bürgermeister verlas zudem eine Friedensbotschaft von Halina Birenbaum, Holocaust-Überlebende aus Marls israelischer Partnerstadt Herzliya. Darin betont sie, dass das Gute niemals erobert werden könne und die Menschen wachsam sowie frei von Gleichgültigkeit bleiben müssten. Mit ihrem Leitspruch „Die Hoffnung stirbt zuletzt“ rief sie dazu auf, weiterhin an eine friedlichere Welt zu glauben.
Musikalisch abgerundet wurde die Feier von Kristina Birjukov mit dem Titel „Wir ziehen in den Frieden“.