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Seilscheibe rückt Bergbaugeschichte Marls ins Blickfeld
Freuen sich auf die Seilscheibe, die demnächst ihren Platz im Kreisverkehr vor dem Stadthaus 1 finden soll: (v. l.) Bernd Spiekermann (Bergbautraditionsverein), Vivien Wiers (Leiterin des Amtes für Klimaschutz und Nachhaltigkeit), Klaus Brüske (IGBCE), Daniel Greb (Geschäftsführer gate.ruhr), Jörg Stimpel (Bergbautraditionsverein), Ministerin Ina Scharrenbach, Bürgermeister Thomas Terhorst, der Parlamentarische Staatssekretär Josef Hovenjürgen, die Technische Dezernentin Andrea Baudek und Volker Duddek (Geschäftsführer gate.ruhr). Foto: Stadt Marl

Seilscheibe rückt Bergbaugeschichte Marls ins Blickfeld

Lesedauer: ca. 2 Min. | Text: _Redaktion _RDN

Ministerin Scharrenbach überreicht Förderbescheid für AV-Seilscheibe / Land unterstützt Aufstellung des besonderen Heimat-Zeugnisses mit 73.000 Euro.

Die Aufstellung der AV-Seilscheibe in Marl ist einen wichtigen Schritt vorangekommen: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, hat heute (21.5.) den offiziellen Zuwendungsbescheid für das Projekt an Bürgermeister Thomas Terhorst überreicht. Das Land Nordrhein-Westfalen fördert die Aufstellung der Seilscheibe im Rahmen des Heimat-Förderprogramms mit einem „Heimat-Zeugnis“ in Höhe von rund 73.000 Euro.

Die Übergabe des Förderbescheides fand am künftigen Standort der Seilscheibe am Kreisverkehr vor dem Stadthaus 1 und vor den Toren des neuen Industrie- und Gewerbegebiets gate.ruhr statt. Die Stadt Marl begleitet das Projekt gemeinsam mit der gate.ruhr GmbH, um ein bedeutendes Stück Bergbaugeschichte dauerhaft sichtbar zu machen. Die offizielle Eröffnung der Seilscheibe ist für den 4. Dezember, den Barbaratag, vorgesehen. Dann soll das neue Heimat-Zeugnis mit großem Bahnhof und erneut im Beisein von Ministerin Ina Scharrenbach offiziell eingeweiht werden.

Identität vieler Menschen

„Die Seilscheibe ist weit mehr als ein technisches Relikt. Sie steht für harte Arbeit, Zusammenhalt und die Identität vieler Menschen in Marl“, sagte Bürgermeister Thomas Terhorst bei der Übergabe. „Mit der Förderung des Landes können wir dieses besondere Stück Bergbaugeschichte an einem Ort sichtbar machen, der Vergangenheit und Zukunft unserer Stadt miteinander verbindet: direkt vor dem Stadthaus 1 und vor den Toren von gate.ruhr. Mein Dank gilt Ministerin Ina Scharrenbach und dem Land Nordrhein-Westfalen für die Unterstützung dieses wichtigen Heimat-Zeugnisses.“

Vom Förderturm auf den Kreisel

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen: „Vom Förderturm auf den Kreisel: Die Heimat-Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt Projekte, die lokale und regionale Geschichte erlebbar machen und die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat stärken. Die Seilscheibe von Auguste Victoria 3/7 erfüllt diesen Gedanken in besonderer Weise: Sie erinnert an die prägende Rolle des Bergbaus in Marl und macht zugleich deutlich, wie historische Zeugnisse in neue städtebauliche Entwicklungen eingebunden werden können. Mit dem einzigartigen Heimat-Zeugnis können wir diese hervorragende Idee in die Tat umsetzen lassen.“ 

Markante Landmarke 

Die große Seilscheibe des ehemaligen Förderturms von Auguste Victoria 3/7 soll künftig als markante Landmarke an die Bergbaugeschichte der Stadt erinnern. Zugleich verweist der Standort auf den Strukturwandel in Marl: In den früheren Verwaltungsgebäuden der Zeche ist heute das Stadthaus 1 untergebracht. Auf dem ehemaligen Bergwerksgelände entsteht mit gate.ruhr ein modernes Industrie- und Gewerbegebiet.

Einstimmiger Ratsbeschluss

Der Stadtrat hatte zuvor die Aufstellung der AV-Seilscheibe einstimmig beschlossen. Mit der Übergabe des Zuwendungsbescheids kann das Projekt nun in die nächste Phase gehen. Die Seilscheibe hat einen Durchmesser von sieben Metern und ein Gewicht von rund zwölf Tonnen. Die Gesamtkosten für die Aufstellung der Seilscheibe belaufen sich auf rund 105.000 Euro; durch die NRW-Förderung von 73.000 Euro sowie weiterer Zuwendungen verbleibt für die gate.ruhr GmbH lediglich ein geringer Eigenanteil.

Am 4. Dezember 2026 (Barbaratag) soll die Seilscheibe offiziell eingeweiht werden.

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