Nächste Informationssprechstunde findet am Mittwoch, 30. September statt
Haltern-Lippramsdorf/Marl. Der Lippeverband erreicht im Hochwasser- und Naturschutzprojekt in Haltern-Lippramsdorf/Marl (HaLiMa) einen weiteren Meilenstein: Die Arbeiten am Neudeich zwischen dem Pumpwerk Bonenkamp und dem Wesel-Datteln-Kanal werden Ende September abgeschlossen. Nachdem das Bauwerk bereits im Juli die Deichhöhe für den Hochwasserschutz erreicht hat, wurden in den vergangenen Wochen noch abschließende Arbeiten wie das Auftragen von Mutterboden, Wegebauarbeiten sowie das Einsetzen von Wühltierschutz fertiggestellt. Am 30. September lädt der Lippeverband interessierte Bürger*innen wieder zur Informationssprechstunde in den Baucontainer am Oelder Weg ein. Von 15 bis 17 Uhr beantwortet Projektleiter Gerhard Formanowicz Fragen zum Großprojekt.
Das 500 Meter lange Bauwerk an der Süd-Aue der Lippe schützt die Umgebung auch vor extremen Hochwassern, die statistisch gesehen alle 250 Jahre vorkommen. Im Anschluss an die Fertigstellung des Neudeiches beginnt der Wasserwirtschaftsverband mit der naturnahen Umgestaltung der Aue, die zwischen dem Deich und dem Sickingmühlenbach entstanden ist. Das fördert die Biodiversität und gibt der Lippe bei Hochwasserereignissen mehr Platz zum Ausbreiten. Parallel zur Umgestaltung errichtet der Lippeverband westlich des Sickingmühlenbachs einen Absperrdamm, um die dortigen Arbeiten zur Auengestaltung zu schützen.
100 Jahre Lippeverband
Der Lippeverband wurde vor 100 Jahren – am 19. Januar 1926 – gegründet, um die Folgen der Industrialisierung und des Bergbaus in Einklang mit der Natur, der Gesundheit und der Lebensqualität der Menschen zu bringen. Der Verband konnte ohne größere Zeitverluste seine Aufgaben angehen, da sich die Verbandsorgane entschlossen hatten, die Geschäftsführung mit der bereits 1899 gegründeten Emschergenossenschaft zu vereinigen. Man vermied dadurch den Aufbau einer eigenen Verwaltung. Sitz des neuen Verbandes wurde seinerzeit Dortmund. Dort war die Sesekegenossenschaft ansässig, die bereits 1913 nach Vorbild der Emschergenossenschaft gebildet worden war und nun im Lippeverband aufging. Zuständig war der Lippeverband nicht für das gesamte Lippe-Gebiet ab der Quelle, sondern für den industriell stark geprägten Raum unterhalb Lippborg bis zum Rhein bei Wesel – inklusive der Nebenlaufgebiete. Bis heute lebt der Lippeverband als öffentlich-rechtliche Einrichtung das Genossenschaftsprinzip als Leitidee des eigenen Handelns. Weitere Informationen zum Lippeverband sowie zu Veranstaltungen rund um das 100-jährige Bestehen finden interessierte Bürgerinnen und Bürger auf jubilaeum.eglv.de.
EMSCHERGENOSSENSCHAFT UND LIPPEVERBAND
Kronprinzenstr. 24
45128 Essen
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