Die Stadt Marl beteiligte sich auch dieses Jahr an der bundesweiten Aktion des internationalen Städtenetzwerks „Mayors for Peace“ und zeigt Flagge für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen.
Auf dem Creiler Platz hat Bürgermeister Thomas Terhorst jetzt gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern, Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung und der Ratsfraktionen die grün-weiße Flagge mit der Friedenstaube gehisst.
„Ein Atomkrieg kann nicht gewonnen werden und darf niemals geführt werden“, zitierte Thomas Terhorst die gemeinsame Erklärung der Atomwaffenstaaten des UN-Sicherheitsrats aus dem Jahr 2022. Und weiter: „Auch hier in Marl wollen wir mit dem Hissen der Flagge ein sichtbares Zeichen dieser Haltung gegen den Krieg und gegen Atomwaffen setzen.“
8400 Kommunen in 166 Ländern
Die internationale Organisation „Mayors for Peace“ wurde 1982 vom Bürgermeister der Stadt Hiroshima gegründet. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister für den Frieden setzen sich unter anderem für eine Welt ohne Atomwaffen ein. 8400 Kommunen in 166 Ländern und Regionen gehören dem Netzwerk an, allein in Deutschland sind es 904 Städte. Die Stadt Marl ist bereits 1985 den „Mayors for Peace“ beigetreten.
Prinzipien des humanitären Völkerrechts
Am Flaggentag erinnern die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996. Dieses besagt, dass der Einsatz und die Androhung des Einsatzes von Atomwaffen gegen internationales Recht und gegen Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstoßen.